Arbeitsbedingungen für Sonderpädagogen Fachrichtung G

Die Arbeitsbedingungen für Sonderpädagogen der Fachrichtung Geistigbehindertenpädagogik wollte ich auf gpaed schon lange zum Thema machen. Vor allem interessiert es mich, wie es in den einzelnen Bundesländern ausschaut. Stimmen aus dem Ausland wären natürlich auch schön.

Schreibt bitte unten ins Kommentarfeld, woher ihr kommt, wie viele Klassenleitungen ein Lehrer dort übernehmen muss und wieviele Schüler ihr maximal in der Klasse habt.

Anzahl an Klassenleitungen in Bayern:

Für G-Lehrer in Bayern ist es nicht ungewöhnlich zwei Klassenleitungen zu haben. Gelegentlich soll es auch schon vorgekommen sein, dass ein Lehrer drei Klassenleitungen übernehmen musste.
Wen man bedenkt, dass gerade im G-Bereich in jeder Klasse ein ganzes Mitarbeiterteam koordiniert werden muss, dann kann man sich ausrechnen, welche Arbeitsbelastung dabei herauskommt, wenn man das mal zwei oder gar mal drei nimmt.

Klassenstärke in Bayern:

Als ich mit dem Studium angefangen habe (ist noch nicht sooo lange her ;-) , wurde an der Uni im Seminar “Einführung zur Sonderpädagogik” als Höchstgrenze für eine Klasse 8-10 Schüler genannt. Inzwischen sind wir in Bayern bei maximal 12 Schüler je Klasse. Natürlich gibts auch Klassen mit weniger Schülern, aber meist nur dann, wenn sowieso nicht mehr Schüler vorhanden sind. Korrigiert mich, wenn es in Bayern auch größere Klassen gibt…

So jetzt bin ich gespannt, wie es bei Euch ausschaut…

26 Reaktionen zu “ Arbeitsbedingungen für Sonderpädagogen Fachrichtung G ”

  1. 1

    Es wurde schon angesprochen, dass gelegentlich schon mal vorgekommen sein soll, dass ein Sonderschullehrer drei Klassenleitungen hat: Ich bin so ein Fall: 3 Klassen mit je 11 Schülern: Zwei mal im Jahr 33 Zeugnisse (Die sind in Bayern übrigens zweiseitig, bei einer 10er Schrift :-) ). Wäre echt interessant, obs anderen auch noch so geht…

    Gruß
    Matthias

  2. 2

    Hui, das hört sich wirklich ziemlich heftig an! Ist aber wirklich ein interessantes Thema!
    Ich bin aus NRW und zumindest an den Schulen, die ich bisher kennenlernen durfte, ist es in der Regel so, dass man nur eine Klassenleitung, in ganz seltenen Ausnahmefällen mal 2, hat (das hab ich allerdings auch nur einmal mitbekommen und das auch nur über einen relativ kurzen Zeitraum (ca. 1/2 Jahr)). Bei uns ist es meistens auch so, dass man nur in dieser einen Klasse unterrichtet.
    Zeugnisse gibt es im Übrigen auch nur 1mal im Jahr…
    Die Klassenstärken sind aber genauso wie bei euch, im Normalfall 10-12 Schüler, an meiner Schule hab ich mit 12 Schülern die größte Klasse der Schule.
    Viele Grüße,
    Nadja

  3. 3

    Ist dass dann in NRW so, dass die Schüler einer Klasse jeden Tag einen Sonderschullehrer und eine Unterrichtshilfe (HPF oder Pflegekraft?)bis zu 6 Stunden genießen dürfen?

  4. 4

    @ Matthias, wenn es nur die Zeugnisse wären, die sich verdreifachen. Ich denke da an die dreifache Menge Elterngespräche, die dreifache Anzahl an Teambesprechungen, die dreifache Anzahl an zu führenden Akten, dreimal soviel Schullandheimaufenthalte usw.
    Machen wir uns nichts vor, drei Klassenleitungen sind ein schlechter Witz. Ich kenne keinen Sonderpädagogen, der in solch einem Fall allen Klassen gerecht werden kann…

    @Nadja, das sind ja fast schon paradiesische Zustände in NRW ;-)

    @ Florian, als meine Frau zwei Klassenleitungen hatte, da war das so. Sie ist in die zweite Klasse mit Klassenleitung gegangen und wurde in der ersten von einem Fachlehrer vertreten. Hat man zwei Klassen in der gleichen Stufe, so kann man sich sicherlich etwas U-Vorbereitung sparen. Ich kenne aber auch Kollegen, die gleichzeitg Klassenleitungen in der Unterstufe und in der Oberstufe hatten.

    Wie schauts in anderen Bundesländern aus?
    Höchstgrenze Schüler in der Klasse und Anzahl an Klassenleitungen?

  5. 5

    @Matthias: in meiner ersten Schule (Blindeninstitutsstiftung – Schwerpunkt Blindenpädagogik, aber zu 95% Schüler mit schweren Mehrfachbehinderungen) war es so, dass man als Sonderschullehrer die Leitung über 3 (manchmal sogar 4) Klassen hatte, in jeder Klasse 6-7 Schüler. Allerdings ist man da zum eigenen Unterrichten überhaupt nicht mehr gekommen. Aufgabe war es, die HPFs “anzuleiten”, die den Unterricht geführt haben. Denke, dass es im G-Bereich in Ansätzen so ähnlich ist, oder?

  6. 6

    @ Florian: Ja, so isses… Wir sind in meiner Klasse zu viert: 2 Fachlehrerinnen (eine davon nur mit 8 Std., die andere Vollzeit, ist das das Gleiche wie HPF?), eine Referendarin und ich. Da kommt es schon vor, dass meine Lieben mich von 8.30-15.30 ertragen müssen (und ich sie…).
    LG Nadja

  7. 7

    Danke für die Antwort…HPF = Heilpädagogischer Fachlehrer. Früher hießen die HPU (=heilpädagogische Unterrichtshilfe), weil sie als Unterstützung für den Sonderschullehrer mit in der Klasse tätig waren, dann aber immer mehr Unterricht übernehmen mussten und auch aufgrund von Elternprotesten (Mein Kind hat keinen Lehrer?!) dann aber in HPF umbenannt wurden. Ein HPF muss die Erzieher- oder Heilerziehungspflegerausbildung haben und dann noch eine Zusatzausbildung von 2 Jahren machen und darf dann als Fachlehrer in G- oder K-Schulen eingesetzt werden.

  8. 8

    Also, ich bin wohl (so was Ähnliches wie) ein HPF. Ursprünglich Erzieherin, dann 1 1/2 Jahre Zusatzausbildung und nun Fachlehrerin G. Komme aus Baden-Württemberg und dachte eigentlich, so was gibt es nur hier.
    Na ja, jedenfalls werden bei uns an der Schule Fachlehrer und Sonderschullehrer eigentlich gleichwertig behandelt. Bis auf die Tatsache, dass Sonderschullehrer weniger Stunden arbeiten und ein höheres Gehalt haben als ich. Aber wir machen die gleiche Arbeit. Ich habe die Klassenleitung einer Klasse und unterrichte meine 31Stunden auch alle in dieser Klasse. Zusätzlich hab ich noch eine Erziehungshelferin in der Klasse (ist für das Kind mit Rett-Syndrom zuständig) und an sechs Stunden in der Woche ist noch eine andere Fachlehrerin mit drin. Habe übrigens 7 Schüler in der Klasse.
    Also, wenn ich das mit euch vergleiche, gehts mir ja ziemlich gut.

  9. 9

    Ja, dann scheinen HPF und Fachlehrer so ziemlich das Gleiche zu sein. Bei uns ist es auch so, dass Sonderschul- und Fachlehrer im Grunde die gleichen Aufgaben haben, die Fachlehrer haben aber keine Klassenleitung und mit dem ganzen Verwaltungskram nichts zu tun.
    Ich habe hier im Vergleich mit Bayern auch das Gefühl, es geht mir ziemlich gut :-)

  10. 10

    Das ist ja mal spannend zu hören, wie es in anderen Bundesländern so aussieht! Ich bin hier in Niedersachsen, ich kenne niemanden, der mehr als eine Klassenleitung machen muss, 8-10 Schüler ist die Höchstgrenze, mehr als 8 Schüler sind, zumindest meiner Erfahrung nach, eher selten. Ich bin mit voller Stundenzahl in meiner Klasse, und wir haben pro Klasse eine PM, das sind pädagogische Mitarbeiter(innen), meistens Erzieherausbildung, in “unterrichtsbegleitender Funktion”. In meiner Klasse ist die PM immer da, ich bin FAST immer da, und wenn ich nicht da bin, unterrichtet eine Fachlehrerin. Ich wundere mich sehr, dass es in Bayern so anders aussieht. Ist es denn an anderen G-Schulen in Bayern auch so?

  11. 11

    @ Jens: Wie viele G-Pädagogen in Bayern drei Klassenleitungen haben, kann ich dir nicht sagen. Ich weiß nur, dass es immer wieder vor kommt. Siehe den Kommentar meines Namensvetters oben:
    http://www.gpaed.de/blog/arbeitsbedingungen-fuer-sonderpaedagogen-fachrichtung-g/#comment-156
    Auf drei Klassenleitungen kann unsere bayerische Regierung auch nicht stolz sein und so wird man lange nach Zahlen suchen müssen.
    Zwei Klassenleitungen kommen wesentlich häufiger vor. Das war an meiner vorherigen Schule nichts ungewöhnliches. Natürlich gibts aber auch in Bayern Lehrer mit nur einer Klassenleitung. Eine Klassenleitung sollte aber m.E. an G-Schulen eine Selbstverständlichkeit sein.
    Ansonsten ist es in Bayern so wie du beschreibst nur mit zwei bis vier Schüler mehr in der Klasse ;-) . Wir haben auch noch eine Erzieherin/Kinderpflegerin in der Klasse und gelegentlich auch noch eine zweite Kinderpflegerin, falls mehrere Kinder mit schwerer Behinderung in der Klasse sind.
    Gibts eigentlich ein Bundesland, das die schlechten Arbeitsbedingungen in Bayern übertrifft. Also mehr als 12 Schüler und evtl. sogar vier Klassenleitungen ;-)
    Schreibt bitte wie es bei Euch ausschaut…

  12. 12

    Hallo,

    Vor einigen Jahren hab ich mal eine Statistik in der Süeddeutschen Zeitung gelesen. Leider finde ich die Quelle nicht mehr…

    Ausgaben pro Schüler in den verschiedenen Schularten im Bundesländervergleich:

    Bei den Gymnasien war Bayern ganz oben dabei, haben also im Vergleich zu den anderen Bundesländern viel ausgegeben

    Bei den Förderschulen war Bayern leider Schlusslicht.

    Geld ist zwar nicht alles, aber Bayern zeigt ganz klar, was ihnen Schüler mit Behinderungen wert sind.

    Gruß,

    Matthias

  13. 13

    Vielleicht ist auch dies interesant: habe mich nachm Ref für eine Stelle in England beworben und hätte dort in einer Klasse mit 5 – 6 (leichten) Autisten gearbeitet mit einer ständigen Begleitung. Die Bezahlung der Sonderschullehrer ist in Ordnung, man muss sich als Ausländer/in allerdings für den QTS (qualified teachers status) bewerben um voll anerkannt zu werden.
    Die Klassenleitungen und die Anstellungssituation lassen mich auch überlegen, ob ich nach Bayern zurückkehren soll oder nicht doch in ein anderes Bundesland wechsele. Vielleicht gibt es auch da Erfahrungsberichte (vielleicht aber lieber unter einem neuen Thread).
    Grüße aus Argentinien
    Mareike

  14. 14

    Da bin ich ja froh, dass sich auch mal eine Fachlehrerin für Sonderschulen aus Baden-Württemberg meldet. (Siehe Beitrag 8)Ich habe die gleiche Ausbildung.
    Ich unterrichte 7 OberstufenschülerInnen.Unsere Klassengrößen sind ca.6-7 Schüler, in Ausnahmefällen 8 Schüler bzw. die Unterstufenklassen haben auch weniger Schüler. Wenn ich nicht da bin, ist ein Kollege in der Klasse. Wir sind 8 Schulstunden doppelt besetzt, ein Sonderschullehrer ist dann in der Klasse. Allerdings werden diese Doppelbesetzungen häufig aufgelöst, wenn
    jemand krank ist. So hört sich das zwar vielleicht gut an, entspricht aber nicht der Wirklichkeit.Üblich sind eher 6 Stunden, durch glückliche Fügung sind es gerade 2 Stunden mehr.
    Ich bin 29 Stunden anwesend, mein voller Lehrauftrag wären 31 Stunden. Ich mache die gleiche Arbeit wie Sonderschullehrer (außer dass es vorkommen kann, dass diese mal ein Gutachten schreiben) für ein wesentlich geringeres Gehalt. Diese Tatsache ist glaube ich wenig Sonderschullehrern bewusst, deshalb möchte ich es hier erwähnen.

  15. 15

    Den meisten Junglehrern sowie Referendaren der G-Pädagogik ist das wohl bewusst, da es ihre beruflichen Zukunft stark betrifft. Doch da liegt ja der Hund begraben. Denn viele Stellen, die eigentlich von Sonderschullehrern besetzt sein sollten sind von HFL oder Fachlehrern besetzt. Die machen natürlich einen guten Job, keine Frage, aber werden eben geringer bezahlt als ein Sonderschullehrer, sind also auch einfach “billiger”. Für Junglehrer, die dann eben aufgrund fehlender Stellen nicht an einer G-Schule eingesetzt werden sondern an Förderzentren der Fachrichtungen L oder V ist das natürlich ärgerlich. Meiner Meinung nach sollte jede Klasse im G-Bereich einen Sonderschullehrer als Klassenleiter haben, der auch die überwiegende Zeit in der Klasse sein sollte…Ich habe eine derartige Aussage mal in einer Konferenz getätigt und hatte danach viele “Feinde”…*duck*

  16. 16

    Also, das mit der Klassenleitung für mehrere Klassen habe ich ja noch nie gehört. Ich arbeite in Niedersachsen in einer ländlichen G-Schule.
    Habe eine 1. Klasse mit 6 SchülerInnen, teile mir die Klassenleitung mit einer anderen Förderschullehrerin und eine pädagogische Mitarbeiterin ist durchgehend mit in der Klasse. Für den schwerstbehinderten Schüler haben wir eine sog. Integrationshelferin, die durchgehend für ihn da ist. Diese Superbedingungen haben wir allerdings auch nur im Primarbereich ( vor allem in diesem Schuljahr ). In den höheren Klassen sieht es teilweise auch anders aus – bis zu 11 SchülerInnen und pädagogische Mitarbeiterinnen, die nicht durchgängig in der Klasse sind.

  17. 17

    Ja, ich bin auch ein “3-Klassen-Fall”, zumindest im letzen Jahr gewesen und heuer ab März wieder, da eine Kollegin in Mutterschutz geht und von mri ersetzt wird. Das war mein erstes (!) Halbjahr, in dem ich seit 3 Jahren “normale” Bedingungen mit 2 Klassleitungen genießen durfte, wenn man bedenkt, dass der 20-Stunden-Vertrag im ersten Jahr mit 2 KLassen auch nicht optimal war! Und ich kann bestätigen: die Zeugnisse sind dabei wirklich die geringste Arbeit. Hinzu kommen Eltern, Teams, Förderpläne, Praktikaorganisation, Abschlussgutachten,Entlasszeugnisse, Orga der Enltassfeier und und und…ach ja und die Schüler und ein guter Unterricht – leider ganz oft erst am Schluss!

  18. 18

    Mitte Februar sind die Haushaltsdebatten. Dann wird entschieden, wieviel Geld in Bayern wohin gesteckt wird. Laut einer Landtagsabgeordneten bekommen die am meisten, “die am lautesten schreien”. Ich kann nur dazu aufrufen, den Landtag und da vor allem die Ausschüsse für Bildung und für Finanzen, evtl. auch den Ausschuss für Fragen des öffentlichen Rechts mit Beschwerdebriefen zu bombardieren. Wir haben im Bündnis (Infos unter http://www.sopaed.net ) ebenfalls wieder eine Briefaktion (und weitere Aktionen) geplant, in der es hauptsächlich um, sorry, verdammt nochmal endlich mehr Geld für den Förderschulbereich in Bayern geht. Es kann nicht sein, dass das “Vorzeigebildungsland” im Förderschulbereich am wenigsten von allen ausgibt und die schlechtesten Arbeitsbedingungen bietet…*knurr* ;)

    Wer Interesse an Mitarbeit im Bündnis hat registriert sich entweder für den Newsletter auf der Homepage oder lässt mir über das Kontaktformular eine Nachricht zukommen.

  19. 19

    Es ist ja interessant zu hören, wie das in den anderen Bundesländern aussieht. Ich habe mein Referendariat in Meck-Pomm gemacht und dort auch gearbeitet. Hier hat jeder Förderschullerer mit einer PU in einem feste Team gearbeitet, die Klassenleitung geahabt. Maximale Schülerstärke lag bei uns bei 9. Seit letzten Sommer arbeite ich in Rheinland-Pfalz. Hier läuft alles etwas anders. Hier sind die G-Lehrer generell mit ihren Stunden auf zwei Klassen aufgeteilt. Die Klassanleitung liegt bei einer PF. Aber nicht nur die Lehrer rotieren, auch die PF. Klassenstärke liegt bei 8 in unserer Schule.
    Ich muss sagen, ich bevorzuge das Prinzip ein Lehrer, ein Erzieher in einer Klasse. Wenn man mit seinen Stunden aufgeteilt ist, hat man nicht nur alles doppelt… ich fühle mich auch manchmal in den Klassen wie auf Besuch. Man bekommt nur Ausschnitte mit und viele Sachen gehen einfach an einem vorbei. Schade für unsere Schüler!

  20. 20

    Ich haette mal eine Frage:
    weiss jemand, wie das mit Bewerbungen in der Schweiz aussieht und kann mir da jemand weiterhelfen.
    Vielen Dank
    Mareike

  21. 21

    Hallo Mareike,

    wir haben soeben eine Anfrage an alle Bundesländer Deutschlands bezüglich der Anstellungssituation getätigt, und auch die Schweiz mit einbezogen. Ich kann dir jetzt noch nix sagen, das sollte sich aber in ein paar Tagen ändern, dann erstatte ich dir Meldung. Hier findest du aber auf jeden Fall schon mal ein paar Hinweise: http://www.lehrerforen.de/thread.php?threadid=13212

  22. 22

    Hallo Matthias,
    Schade, daß ich erst heute diese interessante Seite entdeckt habe. Ich bin eine sogenannte “HPU” oder HPF, wie auch immer und arbeite in Bayern an einer G Schule. Mir fällt sehr auf, daß dieses Berufsfeld bei weitem unterschätzt wird. Ich arbeite in 2 Klassen und habe neben Unterricht auch viel Team und sonstige Besprechungstermine die manchmal kaum im Verhältnis zu meinen momontan 15 Stunden passen. Meine Arbeit macht mir viel Spass, immer noch, doch oft geht es an die Substanz, sogar in Teilzeit. Gerne würde ich auch mal wissen, ob es ein besonderes Vefahren gibt wenn man sich als Hpu an eine andere G Schule versetzen lassen möchte. Weiss da jemand Bescheid? Würde mich über Erfahrungsaustausch sehr freuen.

  23. 23

    Wenn jemand schon mal als Hpf versetzt wurde aud eigenen Wunsch egal ob innerhalb eines Bundeslandes oder auch ausserhalb, bitte ich um Tipps und wissenswertes aller Art. Danke.

  24. 24

    [...] zumindest in Bayern inzwischen bis zu zwei Klassenleitungen zugeteilt. Hier ein Ausschnitt eines Kommentars von Petra Maria: Ich arbeite in 2 Klassen und habe neben Unterricht auch viel Team und sonstige Besprechungstermine [...]

  25. 25

    Es ist ja schon etwas her, dass es zu diesem Thema Beiträge gab. Wenn ich das mit den zwei, teils drei Klassenleitungen lese, muss ich sagen, dass wir in dieser Hinsicht wohl bislang noch sehr gut da stehen. Aus Niedersachsen hörte ich so etwas bislang nicht.
    In sämtlichen Klassen an meiner Schule (Förderschwerpunkt G, Niedersachsen, Stadt) sind im Schnitt je 7 Schüler/-innen; in wenigen Klassen sind 6 oder 8 Schüler/-innen. 8 Schüler/-innen pro Klasse sind derzeit die Höchstzahlen an unserer Schule. Unsere Schule hat ein Kooperationsmodell mit der Diakonie (d.h. die Schule ist staatlich, die Lehrer/-innen und Therapeutinnen sind also beim Land Niedersachsen angestellt; die Tagesstätte in der Schule ist in Trägerschaft der Diakonie und somit sind sämtliche Erzieher/-innen – bis auf eine – bei der Diakonie angestellt). Diese Kooperation bedeutet, dass wir personell wesentlich besser da stehen als andere Schulen. Bis auf Mittwochs, wo wir Lehrer/-innen unseren “langen” Tag bis 15 Uhr haben und die Erzieher/-innen schon um 11 Uhr gehen, sind wir während der Schulzeit immer vom pädagogischen Personal her doppelt besetzt (1 Erzieher/-in und 1 Lehrer/-in). Durch die Kooperation mit dem “Haus”, der Diakonie, bekommt jede Klasse zudem noch eine dritte Kraft gestellt: Nämlich einen Zivi oder eine FSJ-Kraft, was heißt, dass wir während der Schulzeit (bis auf mittwochs) immer zu dritt in einem Team sind. Mittwochs habe ich dann ab 11 Uhr nur noch die FSJ mit in der Klasse, weil die Erzieher/-innen dann ihren “kurzen” Tag haben. Überdies haben manche Klassen- so wie auch bei mir- für wenige Schüler/-innen noch zusätzlich eine Eingliederungshilfe mit in der Klasse. Bis auf mittwochs ist immer von 8 – 12.45 Uhr Schule; ab 12.45 Uhr übernimmt dann die Tagesstätte sozusagen die Schüler/-innen, was heißt, dass mein Erzieher und die FSJ dann noch die Schüler/-innen meiner Klasse bis 15 Uhr betreuen bzw. es finden Angebote statt. Solche Kooperationsmodelle gibt es nur sehr selten in Niedersachsen und das Land erwog wohl auch schon vor einigen Jahren, diese aus Kostengründen abzuschaffen. Bislang ist dies aber zum Glück nicht der Fall.

  26. 26

    Hallo, ich bin der Vater von einem 10 jährigen Behinderten Jungen.
    Wir wohnen in Sachsen. Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.
    Unser Sohn ist körperlich und geistig schwer behindert und hat die Pflegestufe 3. In unserer Schule gibt es pro Klassenstufe 2 Lehrer.
    Wie wir jetzt herausbekommen haben sind die Lehrer nicht für die Pflege und Tablettengabe zuständig, machen es aber doch mit. Nun meine Frage: Wie ist das bei euch? Unserer Meinung sollte es doch in Schulen, wo Kinder mit Pflegestufen betreut werden, auch ausgebildete Pflekräfte vor Ort sein. Unser Sohn wird nie etwas in der Schule lernen können, daher steht für ihn hauptsächlich die Pflege im Vordergrund. Wie Essen geben, Windeln, Tablettengabe und richtige Lagerung. Nach unserer Auffassung wäre es doch wichtig wenn die Lehrer durch eine ausgebildete Pflegefachkraft unterstützt würden. Den ich glaube ein Lehrer hat nicht den ganzen Tag Zeit sich hauptsächlich um unseren Sohn zu kümmern. Also bleibt da ja irgendwas auf der Strecke. Wir finden das in Schulen wo Kinder, aufgrund der Schulpflicht, mit Pflegestufen betreut werden, sollten auch ausgebildete Pflegefachkräfte die Lehrer unterstützen. Schließlich dürfen in einem Pflegeheim auch nur ausgebildete Fachkräfte die Bewohner betreuen.
    Wie ist das bei euch geregelt? Würde mich über ein paar Antworten sehr freuen.

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